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Instandbesetzungen

Hausbesetzung - mit diesem Wort wird schnell eine Horde chaotischer Punks assoziiert, die in leerstehende Häuser einbricht und dort wie ein Vandale haust.

Das mag in einigen Fällen zutreffen. Doch der Sinn einer klassischen Hausbesetzung ein anderer, als der einer Instandbesetzung.
Durch Wohnungsmangel kann es für Wohnungssuchende zum Überleben notwendig werden, widerrechtlich in leerstehende, teilweise abbruchreife Häuser zu ziehen. Doch sie sanieren die Häuser unter eigener Regie und auf eigene Kosten. Häufig wird dabei der Kreativität freien Lauf gelassen: So werden Fassaden nicht nur saniert, sondern auch bemalt, oftmals unter politischem Ausdruck.
Ein gutes Beispiel für eine Instandbesetzung ist das "Thomas Weißbecker"- Haus in Berlin Kreuzberg. Die phantasievolle Fassadengestaltung ist Bestandteil der Tour von Touristenbussen. Durch kreative, eigenverantwortliche Arbeit der Wohnungssuchenden Menschen, ist aus einer Ruine eine Sehenswürdigkeit geworden.

Natürlich ist es nach deutschem Recht nicht erlaubt, leerstehende Häuser ungefragt zu beziehen. Dennoch existieren einige Fälle von Besetzungen, die sich im Laufe der Zeit einbürgerten, und bis heute fortbestehen:
Als kulturelle Bereicherung angesehene "Instandbesetzte Häuser oder Fabriken," bieten diese Raum für Kunst, Musik, alternative Projekte und Bildung. 

Gerade zu Zeiten wirtschaftlicher Krisen, bieten diese Häuser für verschiedentlich betroffene und interessierten Menschen eine Chance. Es ist ein hervorragender Nährboden für konstruktive Projekte aller Art. 

Folgende Dokumentationen sind teilweise aus den 80ern - der Zeit der "modisch" erscheinenden Hausbesetzungen.